Falzen


Leder muss auf eine gewünschte Dicke gebracht werden, um eine gleichmäßige Stärke für die Verarbeitung zu gewährleisten, Gewicht zu reduzieren und die spezifischen Anforderungen des Endprodukts zu erfüllen.

Dafür wird es zuerst gespalten. Nach dem Spalten erfolt das Falzen als "Feinschliff", um eine noch gleichmäßigere Lederstärke zu erhalten. Das Leder muss ein gewisses Maß an Restfeuchtigkeit enthalten, nur dann wird das Falzen gleichmäßig. Die Leder in die Falzmaschine eingeführt, wo eine Walze mit spiralförmig angeordneten scharfen Messern (Falzzylinder) die überschüssige Stärke von der Fleischseite abhobelt. Dieser Arbeitsschritt findet meist nach dem Gerben (Abwelken) statt.

Die Genauigkeit des Falzens wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, z.B. die Feuchtigkeit des Leders, die eingestellte Spandicke pro Durchlauf, das Schleifen des Falzmessers und die Vorschubgeschwindigkeit beim Einlauf in die Falzmaschine. Nach dem Falzen wird bei Bedarf die Außenkontur nachgeschnitten, allerdings erfolgt der Nachschnitt sparsam, um möglichst wenig Gebrauchsfläche zu entfernen.


Falzen


Als Abfallprodukt entstehen Falzspäne, die oft zu Lederfaserstoff (LEFA) weiterverarbeitet werden. Dabei werden die Späne zusammen mit Fettungsmitteln, Gerbstoffen, Bindemitteln und gegebenenfalls Weichmachern zu einem Verbundwerkstoff verarbeitet. Lederfaserstoff, auch als Faserkunstleder bezeichnet, ähnelt in Aussehen, Geruch und Griff echtem Leder. Es ist jedoch in der Herstellung wesentlich preisgünstiger.

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