Lichtechtheit
Ausbleichen
Ausbleichen ist eines der größten und häufigsten Probleme bei Leder und geschieht hauptsächlich durch Lichteinstrahlung. Direkte Sonneneinstrahlung (insbesondere UV-Strahlung), sowie Hitze, Wärme von Heizkörpern oder Fußbodenheizungen können das Leder schädigen. Speziell Anilinleder und Rauleder sind anfällig dafür, den ursprünglichen Farbton zu verlieren, pigmentierte Leder sind weniger gefährdet.
Die Lichtechtheit von Leder, also wie widerstandsfähig es gegen UV-Strahlung ist, ist aber nicht abhängig vom Leder an sich, sondern von der Farbe. Nicht alle Farbstoffe sind gleich stark vom Ausbleichen betroffen. Zwei gleiche Farbtöne verschiedener Hersteller können komplett unterschiedlich auf Licht ragieren.
Eine höhere Farbschicht auf dem Leder führt in der Regel zu einer verbesserten Lichtechtheit. Allerdings kann eine intensive Farbauftragung die Haptik des Leders beeinträchtigen. Durchgefärbte Leder in einem einheitlichen Ton sind weniger anfällig für das Ausbleichen. Der Einsatz von UV-Schutzlacken kann das Ausbleichverhalten zusätzlich optimieren.
Sonnenlicht führt dazu, dass die Farbstoffe im Anilinleder oder die Pigmente auf dem zugerichteten Leder ausbleichen. Bei ungefärbtem, pflanzlich gegerbtem Leder ist das Gegenteil der Fall - das Leder dunkelt durch Lichteinwirkung nach. Es kann allerdings mit der Zeit auch wieder verblassen. Vermutlich steht dieser Effekt im Zusammenhang mit der Fettung des Leders. Das Nachdunkeln bei pflanzlich gegerbtem Leder gilt als erwünschte Patina und gehört zur natürlichen Alterung dieses Leders. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass diese Patina gleichmäßig entsteht und nicht durch ungleichmäßige Lichtverhältnisse oder lokale Verschmutzungen unschön beeinflusst wird.
Bestimmung von Lichtechtheit: